Nichtstun. <<

Da ist diese Ruhe um mich herum. Sie ist überall. Sie ergreift alles, was es gerade gibt. Sie ist in jeder Faser der Objekte und Nicht-Objekte um mich herum. Sie ist in der Luft. Ich spüre sie. Ich möchte nach ihr greifen.
Doch sie ist nicht in mir. Ich kann sie nicht erreichen.

Denn in mir… da ist das Gegenteil. 

Alles in meinem Kopf bebt. Alles ist laut. Und farbig. Und schwarz. Und weiß.

Ich kann die Farben nicht mehr auseinanderhalten.
Sie vermischen sich, wie man das früher aus der Schule/Kindergarten kennt, wenn man nicht wusste, was man malen soll und einfach sinnlos alle Farben (die nebenbei so wunderschön alleine gestrahlt haben) zusammenmischt und alles was dann rauskam war:
Eine Matsch-Farbe – so hässlich wie es eben geht.
Und am Ende war man ganz enttäuscht und hat wohl gedacht „Na toll, ich sagte doch ich kann nicht malen!“

withered ground
Photo by James Frid on Pexels.com

 

Doch darum geht es nicht, nicht wahr?

Also – was mache ich nur, wenn diese Farben meine Gefühle sind?

Wenn meine Gefühle sich vermischen zu einem einzigen Matsch-Haufen.
Undurchdringlich und Hässlich.
Etwas, was jedes weiterkommen verhindert.

 

Gefühle, die ständig in gegenseitiger Konkurrenz stehen.

„Ich bin Müde“    //     „Na komm, beweg dich! Mach etwas! Steh auf!“

Liegenbleiben   //       Aufstehen

Aktiv sein   //   Inaktiv sein

frische   //    verfault

oder das wohl bekannteste Gefühl in meinem Leben:

„Es ist ein schöner Sonntag. Es scheint die Sonne. Los steh auf und genieß den Tag. Sitz nicht nur blöd rum“

//

„Ich bleibe liegen. Ich möchte heute nichts machen. Ich bin Müde. Ich will schlafen. Ich will die Fenster zuziehen und sie erst wieder aufmachen, wenn es regnet oder schneit. Ich möchte jetzt keine Sonne – oh Gott, warum muss es denn ausgerechnet jetzt schön sein draußen?“

 

Doch wer kann mir sagen, woher diese Erwartungen kommen?
Wieso habe ich das Gefühl, etwas TUN zu MÜSSEN.
Wieso lähmt mich dieses Gefühl so?
Warum machen mir Sonntage keinen Spaß?
Warum bekomme ich schon schlechte Laune, wenn ich nur an Sonntage denke?

Was ist das für ein schreckliches Gefühl, was mich innerlich zerreißt, weil ich mir nicht erlaube, einfach mal
NICHTS ZU TUN ?

~Ceyes.

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