Leben oder nicht leben.

Ich fange etwas an & bringe es nie zuende/

Das Leben geht weiter und weiter/

Wie ich es wohl am Ende meines Lebens fände?

~Ceyes.

Ist das, was ich hier lebe überhaupt „Leben?“

Ich möchte so viel erreichen, doch fange nie an

Seh die Buchstaben auf der TO-DO-LIST erbleichen

Doch als Ergebnis nehm ich sie nicht mehr in die Hand.


Ich sehne mich nach Erfüllung

In einer Welt ohne Sinn

Doch habe Angst vor der Enthüllung,

Und dass ich danach nicht mehr ich selbst bin.


Verlasse mich so auf mich selbst

Doch weiß ich, dass ich mir nicht trauen kann

Warte, dass der Mut in mir wächst

Denn immerhin gibt es keine Zukunft mehr, die ich mir verbauen kann.


So schleicht sich jeder Tag leise an mir vorbei

Hält sich gut versteckt

Bis ich denke, ich bin frei

Und dann heimlich meine Gedanken befleckt.


Meine Gedanken sind das einzige, was mir gehört

Dachte ich immer!

Später stellte ich fest – ganz empört

Ich hatte nicht den blassesten Schimmer.


Denn mein Kopf denkt ohne mich

Meine Depression steuert meine Gedanken

Dimmt das helle Licht

Und bringt meine Stimmung ins wanken.


Wie will man nur etwas steuern

Das man nicht unter Kontrolle hat?

Ich kann es nicht leugnen,

. . .

das meine Krankheit die Oberhand hat.

~Ceyes.

Ein kleines Gedicht zum Ende der Woche

(Die Gedichte, die ihr auf meinem Blog findet sind übrigens alle selbstgeschrieben :3 Man erkennt sie an dem PUNKT. [Blablabla]. )

#depression #gedicht #krankheit

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4 Kommentare zu „Leben oder nicht leben.

  1. Liebe Ceyes,

    hier und jetzt nur eine kleine Nachricht:

    Ich habe, wie immer, alle Deine Texte, Dein Gespräch mit Gott (fand ich sehr nahvollziehbar und hat mir gefallen), wie auch dieses Gedicht, in dem ich mich sehr wiedererkannt und wiedergefunden habe, gelesen.

    In den nächsten Tagen habe ich ein bisschen „Luft“ – ich werde Dir dann ausführlicher schreiben. Das ist ein Versprechen! (Zuletzt udn heute hatte/habe ich leider sehr wenig Zeit)

    Ich verstehe Dich gut. Du bist nicht ganz allein.

    Bis zum baldigen Wiederlesen –

    Alles Liebe Dir!

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Ceyes,

    da bin ich wieder, jetzt schon wissend, dass ich Dir unmöglich all das schreiben kann, was ich Dir am liebsten schreiben würde. Aber es ist Zeit, jetzt wo wir uns in den weiten des Internets gefunden haben, und so mache ich wenigstens einen Anfang:

    Wie schon gesagt, ich lese all Deine Texte hier, und alle bewegen mich immer wieder auf ganz besondere Weise. Ich ahne inzwischen, dass Du in Deinem jungen Leben wohl schon viel durchgemacht hast, darunter sehr Unschönes.

    Dein jetziges Befinden mag zum Teil eine Folge dessen sein, zum anderen Teil vernute ichm, dass Du ein sehr ehrgeiziger, perfektionistischer und zugleich sensibler Mensch bist. So sprechen Deine Zeilen zu mir. Du bist aber auch eine Kämpferin, hängst am Leben, möchtest Leben. Das habe ich vor allem in der Art und Weise, wie Du Dein unvollendet gebliebenes Gespräch mit Gott geführt hast, erkennen können.

    Um es vorweg zu nehmen: Ich werde keinen Rat für Dich haben, ich werde mich auch mit Empfehlungen zurückhalten, weil das im Rahmen einer „Ferndiagnose“ nur unseriös wäre. Zudem bin ich selbst niemand, der professionell helfen könnte. Aber ich habe (leider) Erfahrungen mit dem, was Du durchlebst. Und deshalb kann und werde ich nichts von dem, was Du durchgemacht hast, durchmachst, hier schreibst oder auch nioch geschehen wird verurteilen.

    Mein Hintergrund dafür ist, dass ich selbst an mittelgradigen depressiven Episoden sowie einer manifestenj Angsstörung leide, dass ich vor fünf Jahren einen ziemlich bösen Zusammenbruch hatte, der sich zunächst als ein Burn-out äußerte und über mehrjährige Therapieerfahrungen einschließlich eiunes siebenwöchigen Klinuikaufenthalts verfüge. – Ich traue mich, Dir das hier so offen zu schreiben, weil ich mlöchte, dass Du weißt, weshalb ich hier schreibe: Weil ich glaube, Dich mindestens ein bisschen verstehen zu können und daraus Verständnis für Dein Erleben, Deine Situation erwächst.

    Ich weiß etwas von dem Dämon der Depression, der in einem hocken bleibt und während besserer Phasen schon auf die nächste Attacke hin sinnt. Ich kenne Verlust- und Versagensängste zuhauf, ich weiß wie man sich nach einem Albtraum fühlt.

    Ich weiß auch, wie es ist und dass es vorkommt, dass man ganz am Leben (ver)zweifelt, dass man sich ganz grundsätzlich nach dem Sinn fragt, dass einem die eigene Einsamkeit, die inneren Sehnsüchte, fortgesetzt so zusetzen, dass man sich wie kurz vorm Explodieren fühlt. Und zwar stunden-, tagelang.

    Aus Deinen Zeilen hier lese ich heraus, dass Du all das leider auch weißt.

    Weil das so ist, schreibe ich Dir hier. Ich möchte, dass Du weißt, dass Du nicht allein da stehst. Ich möchte, dass Du weißt, dass es Menschen gibt, die sich sehr wünschen, dass Du lebst, dass sich Deine Lebensqualität verbessert. Ich möchte, dass Du weißt, dass es Menschen gibt, die wissen, wie viel Geduld es braucht, für Dich und für die, die Dich begleiten, einen Weg in diese Richtung zu finden und zu gehen. Die wissen, dass es dabei immer wieder Rückschläge gibt, die Dich deshalb aber nie verurteilen werden,. Die wissen, dass das große Ziel womöglich unerreichbar bleiben wird, dass es aber gelingen kann, kleine Ziele zu erreichen, immer wieder, und dass das ein sehr wichtiges Erleben ist und es sehr schön sein kann.

    Genau das ist es, was ich während der mühevollen Jahre nach meinem Zusammenbruch selbst erfahren habe. Ich bin längst nicht gesund, habe immer wieder selbst schwere Zeiten, muss unverändert Medikamente nehmen, damit ich den Alltag schaffe, aber ich habe auch viel über mich erfahren und weiß nun, dass ich trotz all der Schwierigkeiten, trotz aller wiederkehrenden schlimmen Episoden mit Selbstzweifel, Versagensangst, tiefer Traurigkeit, LEBEN WILL.

    Den Schlüssel, den ich für mich gefunden habe, und der mich zu diesem Willen geführt hat, ist dieser: ich kämpfe darum und tue es bewusst inzwischen: Offen zu bleiben. Auf der Suche zu bleiben. Gar nicht so sehr um des Findens willen, denn dann wäre ich nach wie vor oft sehr enttäuscht. Aber in dem Wuissen, dass, wenn ich auf der Suche bleibe, wenn ich offen bleibe, dass ich dann in jedem Fall auch finden werde. Auch Schönes finden. Und dann versuchen will, immer aufs Neue, dieses Schöne, und sei es noch so klein und scheinbar unbedeutend, anzunehmen für mich.

    Ein Lied, eine Blume, ein Buch, ein Bild, eine Tasse Lieblingstee, Deine, so ehrlichen, lieben Dankesworte da oben in Deiner Antwort auf meinen ersten Kommentar.

    Ich habe auf diesem Weg, in diesem Bemühen, GEFUNDEN, liebe Ceyes. Schöne Musik, wunderbare Geschichten, die Schönheit der Natur, das Schreiben und einige (wenige aber sehr wertvolle und kostbare) Menschen. – Dies alles, diese Menschen sind mir mein Leben wert. Auf der Suche beliben, ist mein Sinn geworden.

    Meine Lebensqualität ist deshalb nach wie vor wahrlich nicht immer die, die ich mir wünsche. Ich bin nach wie vor so sehr (selbst-)kritisch, erlebe Ungerechtigkeiten sehr emotional, meine Übersensibilität, lässt mir so oift nach wie vor keine Luft zum Atmen. In mir leben unverändert Traumata und unerfüllte Sehnsüchte und Wünsche, die viel größer sind als irgend etwas Materielles. Und mich selbst zu mögen, ist unverändert das allerschwerste für mich.

    Aber jenes Schöne, von dem ich zuvor schrieb, kann ich mir inzwischen bewusster zu mir holen, auch in den schweren Zeiten, ich kann etwas Halt darin finden.

    Auch durch Selbstreflexion versuche ich das immer wieder (ist aber schwerer und mir ist es inzwischen eine Hilfe, wenn einige wenige, mir vertraute Menschen, mich darin begleiten) – mein Blog spiegelt viel davon wieder. Mein letztes Gedicht zum Beispiel oder meine „Selbstgespräche“ (Dein Dialog mit Gott ist in meinen Augen ein ähnlicher Versuch, sich zu finden), viele meiner Tagebuchseiten und eigentlich alle meiner Sentenzen.

    Mich hat das alles nicht geändert. Ich bin nach wie vor sehr sensibel, habe nach wie vor Ängste und Depressionen. Aber es hat mich (ein buisschen) verändert.

    Wenn das nicht so wäre, hätte ich mich nicht getraut, Dir hier so ausführlich zu schreiben.

    Ceyes, ich wünsche mir, dass Du lebst. Ich wünsche mir, dass Du, wenn auch in kleinen Schritten, Erfahrungen sammeln kannst, was das Geschenk des Lebens ausmacht. Ich wünsche mir, dass Du Dich nicht allein fühlst.

    Hier in Deiner virtuellen Welt bist Du es schon mal nicht (mehr). Ich werde hier sein, wenn Du Dir das vorstellst. Und immer wieder, wenn es meine Zeit und meine Kraft eraluben, werde ich mich hier auch sehen lassen für Dich. So wie heute. Wenn Du das möchtest.

    Viele, ganz liebe Grüße an Dich! 🌸❤🌼

    (P.S. – Ich denke leider viel schneller als ich zu schreiben vermag – bin zudem nur ein „Zwei-Finger-Schreiber“ – deshalb unterlaufen mir öfter recht viele Schreibfehler, die ich dann nicht alle wiederfinde beim Korrigieren. Und manchmal, ja, da korrigiere ich auch viel zu nachlässig. Nimm mir das bitte nicht übel. Ich werde mir Mühe geben, aber es kann halt auch immer mal wieder vorkommen, dass Fehler da sind.)

    Gefällt mir

    1. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie unglaublich Glücklich mich deine Nachricht macht!
      Ja, auf der Suche bleiben ist ein guter Tipp :3 danke danke danke das werde ich mir zu ❤nehmen 🙂
      Ich muss sogar zugeben, dass ich ein Stück weit (sogar ein großes Stück!) zufriedenheit und Erfüllung in all den unzähligen Blogbeiträgen finde, egal von wem sie stamme, ob von dir, von mir oder sonst jemanden. Es tut mir gut meine Gedanken zu teilen, und freu mich auch, wenn meine Gedankengänge anderen aus Ihren Helfen können (das wird dir wahrscheinlich ähnlich gehen?)

      Ich wiederhole mich, aber ich muss es nochmal sagen: ich weiß gar nicht wie ich all das, was ich gerade denke in Worte fassen könnte! Ich merke, dass sehr viel Liebe in deinen Worten stecken und bin dir unendlich dankbar, dass du hier bei mir bist :3

      Und übrigens: JEDER macht Rechtschreibfehler 😂😂 und die meisten machen sie wohl kaum aus wirklicher Dummheit, sondern weil man sich manches einfach nicht unzählige male durchlesen möchte um die Zeilen nach fehlern abzusuchen. Und das wiederum, weiß auh jeder selbst, deswegen denke ich, dass fast niemand auf Fehler achtet. (Sag man nicht immer, die meisten Fehler sind einem nur SELBST bewusst?! 😉

      Damit lass ich es erstmal und wünsch dir eine wunderschöne Woche (ich hoffe ihr habt auch so schönes Wetter!)

      Gefällt 1 Person

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