Liebesentzug: Wie Eltern ihre Kinder manipulieren!

Ich (Fachabitur im Zweig Soziales – & selbst sehr gut weitergebildet, was das Thema „Manipulation – Gefühle anderer kontrollieren etc.“ angeht) habe schon als einer der Grundlektionen in Psychologie gelernt:

Das schlimmste was man einem Kind in der Erziehung antun kann, ist nicht, es zu schlagen etc. sondern es bewusst, der (eigentlich!) zweifellosen, unbedingbaren Liebe, zu entziehen!

Okay. Um eines klar zu stellen:

KINDER lieben ihre Eltern! Und Eltern? – Naja, ehrlicherweise kann ich das nicht so wirklich beantworten. Ich denken Ja, auch Eltern lieben ihre Kinder (in den meisten Fällen!) Doch sind ihr Denken und Handeln schon sehr ausgereift – im Gegensatz zu dem von ihren Kindern, dessen URVERTRAUEN sie glauben lässt, dass das was ihre Eltern tun – IMMER ZWEIFELLOS – das absolut richtige ist.

Und trotzdem erziehen so viele Eltern ihre Kinder auf Ebene der, ich nenne es mal, „Liebesmanipulation/ -entzug“

– Dies kann sich zum Beispiel durch folgendes äußern:

„Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, haben Mama & Papa dich nicht mehr lieb!“

„Wenn du nicht [selbst etwas einfügen], dann liebe ich dich nicht mehr!“

– Ja klar! so ein Satz kann einem mal rausrutschen. Doch gibt es viel zu viele, die dies als ihre „eigene Erziehungsmaßnahme“ ansehen und sich selbst damit in eine Machtposition versetzen. [Nach dem Motto: „Du sollst mich lieben, aber ich – naja, schauen wir mal, dass hängt ganz von dir ab!]

Doch Eltern tun dies nicht immer bewusst! Sie wissen nicht (oder wollen es nicht wissen! wichtiger Unterschied), dass ihr Kind solche Sätze als „Glaubenssätze“ in ihre Welt einbauen. Was daraus entsteht? – Könnt ihr euch ja selbst fragen! Oder warum meint ihr, gibt es so viele Kinder, die im Erwachsenenleben immer noch denken:

„Ich muss jetzt das (Berufswahl/Wohnungsortswahl/Freundeskreis etc.) machen/wählen, weil etwas anderes würde meinen Eltern nicht passen, sie würden mich sonst verstoßen“

-> ebenfalls müssen solche Sätze aber auch nicht der Person selbst BEWUSST auffallen. Oft äußern sich solch Gedanken auch auf die typische Weise, die wir als JA!-SAGER kennen.

Also ja nicht „Nein“ zu etwas sagen und etwas nicht tun, weil man sonst (Hier die Verallgemeinerung!) von anderen nicht gemocht wird.

~~~

„Unausgesprochener Liebesentzug“

Was ich damit meine? – Dazu kann ich euch zu gut von meine persönlichen Erfahrungen berichten.

Also: Was ist, wenn deine Mutter (oder Vater – ich benutze meine Mutter, da es in meinem Leben nur von ihr ausgeht!) solche Sätze nicht bewusst ausspricht, sondern mit ihren Handlungen triumphiert.

Mit Handlungen meine ich:

  • IGNORANZ!!!!! (das Kind wird für Tage/Wochen ignoriert)
  • Bewusst in Ihrer/seiner Gegenwart schlechte Minen aufsetzen (Siehst du, es geht mir schlecht wenn du da bist!)
  • Ganz lustig und fröhlich sein – IN GEGENWART ANDERER FAMILIENMITGLIEDER- aber das Kind wie gesagt ignorieren oder:
  • Mit dem Kind nur noch auf einer kommunikativen Ebene reden (ohne jegliche Emotionen)

Hmm~ bei mir kam hauptsächlich das erste Thema vor. Und äußert sich BIS HEUTE (mittlerweile 20 Jahre alt)!

Angefangen bei der Ausbildung:

Anfang 2015 habe ich mich an meiner örtlichen FOS beworben – (3 WOCHEN am Stück kein Wort mehr mit mir geredet von dem Moment an, als das raus kam!)

Nach der Fos war sie glücklich (ja schon fast manisch) weil sie dachte – jetzt bleibt ihr ja nichts anderes übrig als eine Ausbildung zu machen (ich habe mal erwähnt, dass ich noch nicht studieren möchte, sondern erst einmal etwas anderes mache). Das ich zur Bundeswehr gehe, da hat sie aber nicht mit gerechnet (erneut 2 MONATE Funkstille! – kein Wortwechsel – überhaupt keine Reaktion wenn ich sie etwas gefragt habe. Null. Nix. Nada!)

Als ich in der Klinik war: – Kein Kontakt- kein „wie gehts dir“ – kein Besuch – nixxx

Und zum Schluss das beste:

DAS EWIGE THEMA MEINER FRISUR:

Mit jungen 15: Ich: Präsentierte meiner Mutter voll stolz meine (selbst) rotgefärbten Haare (Anmerkung. Meine Mutter lässt selbst regelmäßig ihe Haare in Rot/Blond/Gelb Stränchen färben)

Reaktion meiner Mum: „Du spinnst! Geh hoch und was das wieder raus! Du bist doch krank (und was sie mir sonst noch alles an den Kopf geworfen hat) – danach 3 Wochen kein Wort

Mit 16: Ich: „Ich überlege meine Haare blau zu färben!“

Meine Mum: „Wenn du das machst, kannst du unter der Brücke schlafen – und wenn ich dir dann mal trotzdem in der Öffentlichkeit begegne – behaupte ich, dass du nicht mein Kind bist“ – hoho! Glaubt mir das hat sie wirklich SO gesagt. #scheißleben

Nun mit 19/20 Jahren stellt sich mir jeden Monat das selbe Problem ein:

Ich habe meine Schulterlangen Haare auf eine EXTREM Kurzhaarfrisur ( #männerstyle ) heruntergekürzt und muss jeden Monat eben neu nachrasieren (ich mach das selber).

Und JEDESMAL redet meine Mutter gaaanz plötzlich nicht mehr mit mir, wenn ich mit frischer Rasur in die Küche hereinspaziert komme! Jedesmal wirklich! Ich dachte mir: Meine Mutter muss es doch langsam begriffen haben, dass sie mir nicht sagen kann – MICH MANIPULIEREN — hallo willkommen zurück zum thema! – wie ich meine Haare zu tragen habe!

Früher war ich von der Liebe meiner Mutter abhängig, hab alles gemacht, was sie wollte (was sie eben durch manipulieren – lerneffekt -) erreicht hatte.

Allerdings ist es mir gelungen – auch durch den Abstanz zu ihr – mich von ihren Ketten zu befreien. Und derjenige, der jetzt das Problem hat, RICHTIG – Ist sie!

Sie kann sich mit fast 50 immer noch nicht von dieser Masche lösen und probiert es immer wieder. Nur das SIE dadurch als einzige geschädigt wird! Ich sitze nur da und lache in mich hinein, weil mein Leitspruch ist:

„ERWACHSEN – ja- , aber auch nur auf Papier!“

~Liebe Grüße eure Ceyes.

[Habt ihr Erfahrungen / Meinungen zu diesem Thema? Teilt sie doch gerne mit allen 🙂 ]

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