Leere Bedeutung.

Was bedeutet jeder Tropfen im Meer, wenn er dann doch wieder verdunstet.
Und was bedeutet jede Sekunde investierte Arbeit, wenn sie einem doch nur ermüdet.

Was bedeutet die grüne Natur, wenn sie im Winter dann jedem fehlt.
Und was bedeuten Versöhnungen, wenn im Streit jeder auseinander geht.

Was bedeutet die Sonne, wenn sie am Ende des Tages wieder verschwindet.
Und was bedeutet jedes Wort, das am Ende die Schmerzen doch nicht lindert…

~Ceyes.

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2 Kommentare zu „Leere Bedeutung.

  1. Ich bin zum ersten Mal auf Deiner Seite, habe gerade erst begonnen ein bisschen zu lesen. Diese Zeilen hier haben mich innehalten lassen. Die Fragen, die in ihnen stehen, kommen mir sehr bekannt vor. Es sind Fragen, die ich mir selbst immer wieder gestallt habe und manchmal heute noch stelle.
    Ich habe nie das Gefühl sie vollständig beantwortet zu haben und so mache ich mir immer wieder Gedanken dazu.
    Vor nun schon über sechs Jahren habe ich mir auf einer Tagebuchseite meines Blogs einmal „Regengedanken“ gemacht. Einen Auszug aus diesem Text möchte ich hier gern mit Dir teilen, weil mich Deine Frage nach dem verdunstenden Tropfen aus dem Meer hat daran denken lassen. Vielleicht kann dieser Auszug Dir ein ein klein wenuig Antwort auf Deine Frage sein:
    „Wenn es regnet, stelle ich mir oft die Reise eines Regentropfens vor. Wie oft ist er irgendwo zum Himmel empor gestiegen und wie oft ist er an anderer Stelle, viele hunderte Meilen oder Kilometer weiter wieder zur Erde hernieder gefallen? Jene Berührung, die ich gerade dem einen Tropfen, der eben auf unser Fensterbrett geprasselt ist vorsichtig mit meinem Zeigefinger geschenkt habe, gibt er vielleicht in einigen Tagen an einen kleinen Jungen oder ein kleines Mädchen weiter, die in einem anderen Land lebend, mit bloßen Füßen in einer Pfütze herumplatschen. Eine Berührung, die gar nicht bemerkt wird, die keine Worte braucht, die allenfalls erspürt werden könnte.
    Berührungen erspüren, sanfte, zärtliche Berührungen, die nichts weiter wollen als Freude schenken und Gemeinsamkeit, die keine Bedingungen oder gar Forderungen einschließen, sondern einfach nur da sind und nichts weiter möchten als eben erspürt werden wollen. – Eine schöne, eine faszinierende Vorstellung! – Eine Vorstellung, von der ich mir wünsche, dass sie viele Menschen zu erleben vermögen, ganz besonders jene, die ihrer besonders bedürfen, ihrer wert sind und jene, die mir nahe stehen. Es ist eine Vorstellung die mir Geborgenheit vermittelt. –
    Wenn es regnet fühle ich mich nie so ganz einsam.
    Aber ich kann dann Sehnsucht fühlen, Sehnsucht die groß werden kann, Sehnsucht, wie ein Fernweh. Sehnsucht, nicht nur die eine oder andere Berührung mit diesem oder jenem Regentropfen auf die Reise zu schicken, sondern Sehnsucht, selbst mitgenommen zu werden vom Regen auf die Reise, eine Reise in andere Länder, an andere Gestade. – Wieder eine schöne Vorstellung.
    Und noch schöner:
    Dort erwartet zu sein, so wie der Regen selbst, nach einer längeren Trockenzeit.“
    Viele freundliche und liebe Grüße an Dich!

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