Falscher Mut.

Das Leben in der Psychiatrie hatte mich. Ich fühlte mich wie eine alte Dame im Seniorenheim.
Mit fremden Leuten auf einem Zimmer. Keine Besuche. Probleme bis zum Umfallen. Jeden Tag der Wunsch endlich sterben zu wollen.
Angst zu haben vor der Nacht. Angst haben alleine zu sein.

Doch ich war alleine. Ich hatte niemanden der mich besucht.
Weder meine Elter noch mein Bruder oder meine 2 Schwestern.

Und vor allem nicht meine sogenannten „besten Freunde“.

Wie es sich anfühlt, wenn man immer für andere da ist, aber selber keine Hilfe bekommt, wenn man so gesehen „am Arsch“ ist? – tja… einfach beschissen und dafür gibt es keine schönere Wortwahl.

__________________

…aus meinem Leben:

Falscher Mut.

Ihr habt mich im Stich gelassen, als ich euch am meisten brauchte /
doch ich war so dumm es euch zu verzeihen – weil ich euch vertraute /

Wir waren wieder unser dreierteam /
doch so sollte es nicht bleiben, wie es schien /

Dann kam das zweite Treffen von euch beiden in 8 Wochen /
doch ihr seid nicht erschienen – ich könnte vor Wut kochen! /

Ich wurde wieder hingehalten /
diesmal ließ ich keine Vernunft walten /

Die Bitches hatten mich versetzt /
denn in ihrer Prioritätenliste kam ich wohl zuletzt /

Vor mir und meinen Problemen /
standen Schule, „Freunde“ und Arbeitspläne /

Lange hatten wir keinen Kontakt /
und in dieser Zeit bin ich heftig abgekackt /

Von Tabletten schlucken und hoffen das man stirbt /
In den Krankenwagen einsteigt – total verwirrt /
dann auf der geschlossenen Station herumgeirrt /

Aber davon wussten sie natürlich nix /
denn alles was sie in dieser Nacht hatten war ein Coctailmix /

Wochen später dachte ich immer noch an die beiden /
dabei wollte ich ihren Kontakt doch so gut es geht vermeiden /

Doch wie immer war ich mir nicht sicher /
meine Selbstzweifel zogen mich runter wie ein Trichter /

Tage und Nächte suchte ich die Schuld nur bei mir /
bis ich dann doch vor ihrer Tür stand – um vier /

Meine beste versteckte sich im Bad /
aus Angst das ich sie vor Zorn trat /

Doch warum sollte ich sie schlagen letztlich war ich ja die Schuldige /
Und im Vergleich zu den anderen auch die gefährliche /

Wir haben uns versöhnt und für kurze Zeit schien alles gut /
Verdammt – und bis heute hasse ich mich für meinen falschen Mut /

Denn Woche um Woche verging /
bis das nächste Treffen beginnt /

30 Minuten vorher mal wieder versetzt /
hab ich meine Freundin bei meiner Therapeutin verpetzt /

Das sie meine Zeit so vergolden war ihnen scheints nicht klar /
denn „mir macht es ja spaß“ das ich extra zu ihnen fahr‘ /

Meine Beste hatte dann doch Zeit für mich /
Aber nur weil ihr Ex dabei sein sollte damit ich ihre Beziehung richt‘ /

Denn Sie hatte keine Ahnung von Depression /
Also sollte ich mit ihm reden – das war meine Mission /

Doch sah ich es überhaupt nicht ein ihr beizustehen /
wenn sie einen fick darauf gibt mich zu verstehen /

Damit beendete ich die Freundschaft /
denn sie kostete mich viel zu viel Kraft /

Leider zahlte ich auch meine Buße /
Auf einmal lag mir die Welt nicht mehr zu Füße /

Ich fühlte mich alleine – verarscht von jedem /
und es dauerte lange bis ich wieder neue Freunde zuließ in meinem Leben /

Einige Menschen geben deinem Herz wieder Nahrung… /
Doch so viele Menschen bleiben nur eine Erfahrung. /

~Ceyes.

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